Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė

Young Girl Reading Group 136

17.02. bis 18.6.2017

Young Girl Reading Group (YGRG) wurde 2013 von Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė in Berlin gegründet. In den beiden ersten Jahren manifestierte sich das Projekt in der Form eines nomadischen Ereignisses, das sonntags um 19 Uhr an verschiedenen realen oder virtuellen Orten veranstaltet wurde. Derzeit findet YGRG seltener und nur zu ausgewählten Anlässen statt, um über das gemeinsame, laute Lesen die Beziehung zwischen dem Textkörper und dem kollektiven Körper zu betonen.

Die aktuelle Präsentation Young Girl Reading Group 136 im Schaufenster des Kunstvereins besteht aus einem Video und einer Installation. Ausgangspunkt bildete die Lektüre von Paul B. Preciados Dissertation Gender, Sexuality, and the Biopolitics of Architecture: From the Secret Museum to Playboy (2013) im Januar dieses Jahres im Baseler Ausstellungsraum S.A.L.T.S.. Die YGRG dachte damals über die Bewohnbarkeit und die Zurückeroberung von Nicht-Orten, Freihäfen und geheimen Museen nach sowie über das Potential, diese in öffentliche Versammlungsorte und Lebensräume wie Saunas und Bäder zu transformieren. YGRG 136 bezeichnet somit gleichermaßen eine sonar-soziale Architektur der geteilten Neugier und der Gleichzeitigkeit. Heimlichkeit, Fetischismus, Rückzug und Kollektivität werden in diesem räumlichen Container unter extremen Bedingungen (der Temperatur einer Sauna von 80-90°C) 'aufbewahrt' und nicht in der üblichen Temperatur von 21°C zur Lagerung von Kunst. Im Sinne einer nomadischen, hybriden Identität, die in einer Rauminstallation, skulpturalen Objekten und inmitten von molekularen Konstellationen von Gerüchen zum Ausdruck kommt, wurde die Sauna im Film für einen kollektiven Körper produziert, der damit vom Status her einem Kunstwerk ähnelt, das sich zur Aufbewahrung in einem Freihafen befindet.

Mitwirkende: Mohamed Almusibli, Deborah Holman, Aaron Ritschard (Performance) und Fritz Marlon Schiffers (Kamera und Schnitt).

Am Sonntag, den 26. März 2017 lädt die YGRG um 15 Uhr zur Teilnahme an ihrer Lesegruppe in den Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf ein. Gelesen wird ein Kapitel aus Preciados Text Gender, Sexuality, and the Biopolitics of Architecture: From the Secret Museum to Playboy (2013).

Roy Arden

8.01. bis 29.01.2017

Im Rahmen der Ausstellung IN ADVANCE OF A SHIPWRECK: des Studio for Propositional Cinema finden folgende Schaufensterpräsentationen statt: Studio for Propositional Cinema (24.10. - 7.11.16), Blinky Palermo / Sigmar Polke (8.11. - 20.11.16), Sarah Kürten (22.11. - 4.12.16), Feminist Land Art Retreat (6.12. - 18.12.16), Nicolás Guagnini (20.12. - 1.01.2017), Roy Arden (8.01. - 29.01.17).

Nicolás Guagnini

20.12. bis 1.01.2017

Im Rahmen der Ausstellung IN ADVANCE OF A SHIPWRECK: des Studio for Propositional Cinema finden folgende Schaufensterpräsentationen statt: Studio for Propositional Cinema (24.10. - 7.11.16), Blinky Palermo / Sigmar Polke (8.11. - 20.11.16), Sarah Kürten (22.11. - 4.12.16), Feminist Land Art Retreat (6.12. - 18.12.16), Nicolás Guagnini (20.12. - 1.01.2017), Roy Arden (8.01. - 29.01.17).

Feminist Land Art Retreat

6.12. bis 18.12.2016

Im Rahmen der Ausstellung IN ADVANCE OF A SHIPWRECK: des Studio for Propositional Cinema finden folgende Schaufensterpräsentationen statt: Studio for Propositional Cinema (24.10. - 7.11.16), Blinky Palermo / Sigmar Polke (8.11. - 20.11.16), Sarah Kürten (22.11. - 4.12.16), Feminist Land Art Retreat (6.12. - 18.12.16), Nicolás Guagnini (20.12. - 1.01.2017), Roy Arden (8.01. - 29.01.17).

Sarah Kürten

22.11. bis 4.12.2016

Im Rahmen der Ausstellung IN ADVANCE OF A SHIPWRECK: des Studio for Propositional Cinema finden folgende Schaufensterpräsentationen statt: Studio for Propositional Cinema (24.10. - 7.11.16), Blinky Palermo / Sigmar Polke (8.11. - 20.11.16), Sarah Kürten (22.11. - 4.12.16), Feminist Land Art Retreat (6.12. - 18.12.16), Nicolás Guagnini (20.12. - 1.01.2017), Roy Arden (8.01. - 29.01.17).

Blinky Palermo / Sigmar Polke

8.11. bis 20.11.2016

Im Rahmen der Ausstellung IN ADVANCE OF A SHIPWRECK: des Studio for Propositional Cinema finden folgende Schaufensterpräsentationen statt: Studio for Propositional Cinema (24.10. - 7.11.16), Blinky Palermo / Sigmar Polke (8.11. - 20.11.16), Sarah Kürten (22.11. - 4.12.16), Feminist Land Art Retreat (6.12. - 18.12.16), Nicolás Guagnini (20.12. - 1.01.2017), Roy Arden (8.01. - 29.01.17).

Studio for Propostional Cinema

24.10. bis 7.11.2016

Im Rahmen der Ausstellung IN ADVANCE OF A SHIPWRECK: des Studio for Propositional Cinema finden folgende Schaufensterpräsentationen statt: Studio for Propositional Cinema (24.10. - 7.11.16), Blinky Palermo / Sigmar Polke (8.11. - 20.11.16), Sarah Kürten (22.11. - 4.12.16), Feminist Land Art Retreat (6.12. - 18.12.16), Nicolás Guagnini (20.12. - 1.01.2017), Roy Arden (8.01. - 29.01.17).

Wanda Koller

CONTAINER

1.7. bis 30.9.2016

„…Ich bin ein Container und ich konsumiere Inhalte, sie spuken in mir und dann spucke ich sie wieder aus, als ästhetisierte Formalismen. Ich kaue, verdaue und transportiere so diese Werte. Sie werden schematisiert verpackt, in Systemen organisiert. Ich erhalte, enthalte und halte sie, halte sie zusammen, damit sie genormt und standardisiert werden. Um anzukommen. Ich will sie schützen auf ihrer Reise, ihrem Transport. Dort angekommen, lade ich sie dann ab. Sie werden gezeigt und mit anderen geteilt. Dann verwenden Sie uns weiter und wir werden befragt, ohne zu antworten. Denn wir sind die Hülle. Wir sind die Projektion, die niemals verschwindet und gestopft wird mit Gütern …“ - Der Container -

Wanda Koller (*1988) studierte bis 2014 an der Kunstakademie Düsseldorf.

www.container.je

Alina Schmuch und Franca Scholz

WE CAN

18.3. bis 31.5.2016

Das ist das Düsseldorfer Modell, was wir entwickelt haben. Ich würde Ihnen bevor Sie durchgehen, das können Sie gerne gleich machen, einfach nur erklären wie es aufgebaut ist.

Wir haben eingeschossige Häuser für 40 Personen. Die sind in der Mitte geteilt, so dass wir  immer nur 20 / 20 pro Eingang haben. Wenn man rein kommt, auf der von mir aus gesehen rechten Seite, haben wir fünf Zimmer für allein reisende Personen. Jeweils ausgestattet mit zwei Betten, das heißt, dort werden zwei Personen untergebracht. Diese Personen haben am Ende  des Flures eine Gemeinschaftsküche, wo sie sich versorgen können und gegenüber hier in dem Mitteltrakt, sind die sanitären Einrichtungen. Eine separate Dusche, eine separate Toilette  und es gibt einen Waschmaschinenraum / Waschmaschinen- , Trocknerraum mit Waschbecken,  wo sie sich auch versorgen können. 

Hier im Mitteltrakt haben wir Kinderwagenstellplätze angeordnet und auf der von mir aus gesehen linken Seite sind dann die Familienzimmer. Da haben wir im Moment zwei große Einheiten.  Die Zimmer sind alle über die Zwischentüren erreichbar, zuschaltbar, das heißt also, wir können vergrößern und verkleinern, je nach Größe der Familie, die dann kommt.

Alina Schmuch (*1987 / Jan van Eyck Academy, Maastricht)  und Franca Scholz (*1988 / Kunstakademie Düsseldorf) arbeiten seit 2013 zusammen.

WWW.GENRE.LI

23.10.2015 bis 14.2.2016

„…my whole body changed into something else. I could see through myself. And I went up... I wasn’t in human form... I landed on a planet that I identified as Saturn... they teleported me and I was down on [a] stage with them. They wanted to talk with me. They had one little antenna on each ear. A little antenna over each eye. They talked to me.
They told me to stop [attending college] because there was going to be great trouble in schools... the world was going into complete chaos... I would speak [through music], and the world would listen. That’s what they told me.”

Sun Ra (1936)

Genre, bestehend aus Moritz Fiedler (1982) und Lukas Müller (1986), ist ein Künstlerduo, das sich seit 2009 mit elektronischen Klängen und Musik beschäftigt.

Karl-Heinz Hering (1928-2015)

15.6. bis 13.9.2015

Im Rahmen unserer aktuellen Präsentation im „Schaufenster“ des Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf möchten wir diesmal an das langjährige Wirken Karl-Heinz Herings für den Kunstverein erinnern.  

Seine Karriere als Kunsthistoriker, Ausstellungsmacher und Herausgeber führte Dr. Hering  buchstäblich „von Dada bis Beuys“. Über drei Jahrzehnte war er, zuerst als Volontär noch unter Hildebrand Gurlitt, dem ersten Direktor des Kunstvereins nach dem 2. Weltkrieg, dann ab 1956 als dessen Amtsnachfolger, tätig. Anhand von Dokumenten, Fotografien, Einladungskarten, Postern und Publikationen wollen wir einen Eindruck der vielfältigen und nicht nur für den  Kunstverein fruchtbaren Arbeit Herings vermitteln. Seine Arbeit war nicht zuletzt ein wesentlicher Faktor, Düsseldorf Mitte der 1960er Jahre als einen der wichtigsten Kunststandorte in der  damaligen Bundesrepublik Deutschland mit zunehmend internationaler Strahlkraft zu etablieren. Zusammen mit Ewald Rathke präsentierte Hering wichtige Überblicksausstellungen, wie etwa 1958 die umstrittene erste „Dada“-Retrospektive in Deutschland, und ausführliche monographische Ausstellungen u. a. von Ernst Wilhelm Nay, Sam Francis und Ernst Ludwig Kirchner.  Oft waren wichtige ExponentInnen u.a. Jackson Pollock, Victor Vasarely, Tom Doyle und Eva Hesse, Corneille, Gerhard Richter oder Gilbert & George der internationalen Gegenwartskunst mit Ausstellungen erstmals in Düsseldorf zu sehen, während das kooperativ entstandene Gruppenprojekt Wie es uns gefällt: Happy Chaos noch 1981 wieder Anschluss an eine junge, vor Ort arbeitende Generation von KünstlerInnen suchte. 

Unsere Präsentation kann nur einen kleinen Eindruck von diesem außergewöhnlichen Werk  geben, deutet damit aber zugleich an, wie sehr auch die Kunstgeschichte Konjunkturen des Erinnerns und Vergessens unterworfen ist. 

Wir danken Marie-Luise Otten für ihre tatkräftige Unterstützung des Projekts.

THE HISTORY OF PAINTING REVISITED.WEEBLY.COM

by Caro Bittermann, Katrin Plavčak & Claudia Zweifel

6.2. bis 3.5.2015

 

 

Für unsere neue Präsentation im „Schaufenster“ des Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf begrüßen wir THEHISTORYOFPAINTINGREVISITED.WEEBLY.COM, ein Projekt der Künstlerinnen Caro Bittermann, Katrin Plavčak und Claudia Zweifel.

Die Website dokumentiert Malerinnen der letzten Jahrhunderte und wächst im Laufe der Zeit durch Beiträge der Autoren und Autorinnen.

Es ist eine Informationsseite, die die fehlende Repräsentation der Malerinnen in der Kunstgeschichte aufzeigt. Dieses Archiv ist gleichzeitig ein Ort zur Entdeckung und Neuschreibung historischer Konzeptionen.

Infinite Greyscale Records

23.8. bis 26.10.2014

 

Für unsere neue Präsentation im „Schaufenster“ des Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, begrüßen wir Infinite Greyscale Records. Das in Berlin und Düsseldorf ansässige Plattenlabel wurde 2013 gegründet. Die Reihe „Schaufenster“ (Neustraße 10), 2008 etabliert, stellt Einzelpräsentationen junger KünstlerInnen im öffentlichen Raum vor.

Infinite Greyscale Records ist ein Schallplattenprojekt von David Hubbard, Paul McDevitt und Cornelius Quabeck. Ursprünglich eine Initiative der Künstler McDevitt und Quabeck war Infinite Greyscale als eigener Verlag für Künstlerbücher geplant. Daraus entwickelte sich ein Plattenlabel, das verschiedene MusikerInnen einlädt, gemeinsam eine Schallplattenedition im 10“-Format zu produzieren.

Bisher sind erschienen:
Gabriel Saloman (IGR01: RIOTS DON‘T JUST HAPPEN), Jefre Cantu-Ledesma (IGR02: REQUIEM [FOR VIOLIN AND MAGNET TAPE] ) , Jan St. Werner (IGR03: SPLIT ANIMAL SCULPTURE) und Holly Herndon (IGR04: BODY SOUND).

Elmar Hermann

DADDY … DADDY! THERE ARE THINGS OUTSIDE! THIIIIIIINGS!!

17.5. bis 10.8.2014

 

"Who could have created such a thing? Bouncing, blonde locks. Slender, dignified neck. Unforgiving, jagged ears. Delineated, lean biceps. Load-bearing, euclidean shoulders. Narrow, portable waist and translucent, speckled flesh. Vulgar, protuberant navel. Austere, pencil legs. Tight, unblemished knees. Knobby, pink nipples. Expectant, symmetrical penis. Anxious, pliant anus. Furry, vulnerable scrotum and groaning, subterranean blood. Split, warm tongue. Serrated, protruding femur. Elastic, dislocated spine. Slimy, gushing eyeball. Prolapsed, convulsing rectum. Flesh, red and white. Taught, anguished throat. Cavernous, impertinent mouth. Retching, desperate muscles and silent cascading blood."
Stanton Taylor

Marion Benoit

Atlas of Unknown Matter

8.2. bis 27.4.2014

 

Die speziell für die Präsentation im „Schaufenster“ angefertigte Fotografie ist Teil der Serie Atlas of Unknown Matter - eine Sammlung makroskopischer Details von Stoffen des Schweizer Erfinders Orbis Wirth. Um 1920 entwickelte Wirth eine hochkomplexe Technik, die es ermöglicht, mit einer unbegrenzten Anzahl von Farben Stoffe zu bedrucken. Die Farben werden auf einer Druckwalze präpariert, dass sie auf dem Stoff zufällige, gleichwohl aber präzise Formen abbilden. 2012 fand Marion Benoit die ersten Stoffmuster in einem belgischen Archiv. Gemeinsam mit der Ethnologin Margareta von Oswald begann sie sich intensiv mit der Geschichte und der Produktionstechnik dieser Stoffe auseinanderzusetzen und nach deren Ursprüngen zu forschen. Im Rahmen einer ausgedehnten Recherche konnte sie die Herkunft des Stoffes aus dem Schweizer St. Gallen lokalisieren. In den Archiven der dortigen Produktionsstätte entdeckte Benoit eine große Vielfalt an Stoffen, die seitdem die Basis der Serie Atlas of Unknown Matter bilden.

Zur Zeit sind in unserem Schaufenster die aktuellen Jahresgaben zu sehen.

 

 

 

Hitsville

Dealing with Independence

5.10. bis 24.11.2013

 

 

Nach eigenen Angaben „unestablished since 1986“, und darauf zu Recht stolz, ist der damals von Jürgen Krause gegründete Hitsville eine lokale Institution. Hervorgegangen aus dem legendären, seit 1983 von Ratinger Hof-Chefin Carmen Knoebel als Laden cum Label betriebenen Pure Freude behauptet sich Hitsville unter seinem aktuellen Betreiber Ralf Brendgens als geradezu ‚klassischer’ Indie-Plattenladen mit Schwerpunkt auf Punk und so genannten alternativen Musiken.

Neben dem Handel mit Tonträgern dienten Plattenläden traditionell dem kulturellen und sozialen Austausch und sind bis heute Anlaufstation für jugend- und/oder subkulturelle Aktivitäten. Orte alternativer Bildung, wird diese wichtige Rolle in der offiziellen Geschichtsschreibung zu selten berücksichtigt. 

Studio for Propositional Cinema

Inauguration

8.6. bis 1.9.2013

 


"Inauguration! Inauguration! Proclamation! The underground activities of the Studio for Propositional Cinema have gone under-recognized for too long. It is time for the implications of their actions to be distributed throughout the culture. Hans-Jürgen Hafner and Adam Harrison with deliver speeches amongst a display of posters for films that may or may not be produced by Studio for Propositional Cinema. If flight patterns allow, the Cape Verdean film collagist Vanda Villeneuve will be in attendance. This doesn't mean that you possess us. We're haunting you because you let us. You, yes you."

Anne Pöhlmann

The Latent Image

8.9. bis 25.11.2012

 


„The picture of an object projected by the lens onto the film impresses itself invisibly onto the emulsion. There is nothing to be seen on the exposed film, nothing seems to have changed. The picture is “latent”, that is hidden in the emulsion; it will be made visible by a chemical process called the development and will be made transparent and stable to light by the process of fixing. To use chemical expressions: the developer reduces the silver bromide to metallic silver whereas freed bromide is absorbed by the developer. The unexposed silver bromide is removed by the fixing bath and thus the picture becomes transparent and stable.”
‘The Rollei Book, Dr. Walther Heering, Heering-Verlag, Seebruck am Chiemsee, 1954’
 

Slowboy

9.6. bis 26.8.2012

 

 

Slowboy ist ein unabhängiges Plattenlabel mit Veröffentlichungen von u.a. EA80, Peter Brötzmann, Ariel Pink, Brian Eno/David Byrne und Aids Wolf. Slowboy ist ein Plattenladen für neue und 2nd-Hand-Tonträger. Slowboy ist eine Siebdruckerei für freie Arbeiten sowie für Aufträge von u. a. Tim Berresheim, Tara McPherson, Current 93, Dennis Tyfus und Die Toten Hosen. Slowboy ist ein Galerie- und Aktionsraum mit Ausstellungen und Projekten u. a. von Frauke Berg, Arne Rawe, Diana Sudyka, Zeloot und Klaus Dinger. Slowboy kooperiert mit MusikerInnen, KünstlerInnen und DesignerInnen. Slowboy veranstaltet Konzerte von u. a. Wolf Eyes, Melt Banana, Boy Division, Miki Yui, Fucked Up. Slowboy besteht seit über zehn Jahren und sitzt seit sechs Jahren an der Oberbilker Allee 290, Düsseldorf. Slowboy sind - neben den kollaborierenden Künstlerinnen und Künstlern - schon immer Andreas Ziegler und Günter Herke.

Eva-Maria Raschpichler

10.3. bis 28.5.2012

 

"Eva-Maria Raschpichlers Arbeiten sind nicht abstrakt, jedoch entziehen sie sich durch die Überlagerung grundverschiedener Begriffe, wie Form und Un- oder Nichtform, der kategorialen Zuordnung und somit der sprachlichen Beschreibung. Die geometrische (rationale) Struktur, die in Raschpichlers Arbeiten ohnehin bloß als unbestimmbare, vage Raumkoordinate vorkommt, wird stets von einer subjektiven, temporalen Erfahrung des Raumes überholt, und so verschmiert, verflüssigt, verflüchtigt sich die Form in Farbe und Gekritzel, die Kontur in Rauch und Hauch. Der Prozess, die Geste oder auch der induzierte Zwischenfall, welche diese Nicht-Formen, diese „Zwischendinge“ hervorbringen, werden als Dauer nicht als Bewegung erfahren und reflektieren letztendlich das Flüchtige, Inkommensurable der Wahrnehmung."
Mihaela Chiriac, zwischendinge. Zwischenfälle, in: Eva Raschpichler FixFx, Nürnberg, 2011

Alexander Bornschein

10.12.2011 bis 26.2.2012



"Nein, wir geraten im flachen Wasser nicht ins Schwimmen und hundert Monochrome stapeln sich uns, wie Paul Rudolphs Tanzflächen zu ordentlichen Räumen. Und uns ist Radiowelle nicht abstrakter als Schallwelle, der Ton, überhaupt Digitales: Homologien denen gegenüber sich Körper tanzend rational verhalten. Doch aus nächtlichem Volumen in den kristallinen Morgenraum tritt er, Bademeister vom Becken Sumpfender, und schaut in allen Spiegeln aller Spiegel."
Philipp Rühr

Natalie Czech

A small bouquet

10.9. bis 9.10.2011

 

 

 

In ihren fotografischen Arbeiten setzt sich Natalie Czech (*1976) nachhaltig mit der wechselseitigen Bezugnahme von Text und Bild auseinander und geht insbesondere der Frage nach, inwiefern Worte Bilder evozieren können. Durch Markierungen und Streichungen innerhalb eines Textes werden einzelne Wörter hervorgehoben, die ein Gedicht ergeben, das in einen Dialog zum restlichen Text und den umliegenden Abbildungen tritt. Für A small bouquet hat Natalie Czech verschiedene Autoren eingeladen jeweils einen Text zu schreiben, welcher ein visuelles Gedicht von Frank O'Hara beinhaltet und dessen Worte die Umrisse eines Blumenbouquets zeichnen.