21. Oktober 2007 - 20. Januar 2008
Palermo
„Palermo, der Name war gefunden und langsam stand er für die größte malerische Hand dieser Generation...“ schrieb Georg Jappe 1977, kurz nachdem Peter Heisterkamp, der sich als Künstler Palermo nannte, im Alter von nur 33 Jahren unerwartet gestorben war. Mit einer spezifisch auf die räumlichen Gegebenheiten konzipierten Ausstellung seiner Werke feiern die Kunsthalle Düsseldorf und der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen ihr 40-jähriges Bestehen am Grabbeplatz. Im Zusammenhang mit diesem Jubiläum, das die Architektur wie die Institutionen, für die das Haus entstand, in ihrer Programmatik sichtbar machen soll, wird das Werk des Künstlers Palermo (1943–1977) erstmals in großem Umfang in jener Stadt gezeigt, die viele Jahre seinen Lebensmittelpunkt bildete.21. Juli - 30. September 2007
KAPITALER GLANZ
Andreas Fogarasi, Bernhard Kahrmann, David Maljkovic, Pernille Kapper Williams
Die Gruppenausstellung „Kapitaler Glanz“ kreist um die umfassende Ästhetisierung unserer Lebenswelten und deren Ambivalenzen. Dabei geht es zum einen um die Verwandlung ganzer Städte zum umfassenden Werbeträger, zum anderen um die künstlerische Auseinandersetzung mit solchen Glamour versprechenden Konzepten, die weder affirmativ noch auf eine einfache Kritik der Warenästhetik angelegt sind. Der oft konzeptuelle Charakter der Werke destilliert vielmehr die visuellen Potentiale dieser angewandten Ästhetik aus den Werbe- und Vermarktungsstrategien und macht sie auf abstrakter Ebene einer Neubesetzung zugänglich.
5. Mai – 8. Juli 2007
GERARD BYRNE
Die fotografischen und filmischen Arbeiten des irischen Künstlers Gerard Byrne greifen auf Texte und Bilder zurück, in denen auf subtile Weise gesellschaftliche Befindlichkeiten verhandelt werden. Das Spektrum reicht von einem Gespräch mit Jean-Paul Sartre bis zu Interviews aus Lifestyle-Magazinen der 60er und 70er Jahre, die Byrne mit Schauspielen in Szene setzt. Dass von Visionen retrospektiv häufig wenig übrig bleibt, obschon sie zugleich noch immer Aktualität zu besitzen scheinen, zieht sich dabei wie ein Grundmotiv durch sein Werk.15. - 25. April 2007
STÄDTISCHE BÜHNE
Markus Ambach, Jana Debus, Angela Fette, Christiane Fochtmann, Daniela Georgieva, Marcus Herse, Christian Jendreiko, Henry Latz, André Niebur, Anne Pöhlmann, Jan Wagner, Jochen Weber, Jost Wischnewski
Zehn Tage lang werden im Kunstverein Kurzausstellungen, Filmvorführungen und Performances aufgeführt. Der Kunstverein dient in dieser Zeit als „Bühne“ für experimentelle Formate und Präsentationen. Das Programm unterteilt sich in abendliche, fast täglich stattfindende „Aufführungen“ sowie „Kulissentage“, an denen der Kunstverein tagsüber geöffnet ist.
Mit freundlicher Unterstützung der
Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf
3. Februar – 9. April 2007
DIE WÖRTER, DIE DINGE
Alexander Gutke, Annette Kelm, Susanne Kriemann, Matthias Meyer, Christopher Williams
Wörter und Dinge verhalten sich zueinander arbiträr. Das Nachdenken über die Verfasstheit der Sprache schließt deshalb das Nachdenken über die Erkenntnis von Wirklichkeit, der Bilder und der Dinge mit ein. Wie bestimmen Sprache und Kategorisierungssysteme die Wahrnehmung und Abbildung von Wirklichkeit? Wie wird unsere Wahrnehmung von dem beeinflusst, was wir zu wissen meinen? Der französische Philosoph Michel Foucault hat in seinem Buch „Die Ordnung der Dinge“, dessen Originaltitel übersetzt „Die Wörter und die Dinge“ lautet, verschiedene historische Systeme der Klassifikation untersucht, wie sich „Welt“ erfassen lässt.Die Gruppenausstellung „Die Wörter, die Dinge“ zeigt Fotografien und Filmarbeiten internationaler Künstlerinnen und Künstler, die sich im weitesten Sinne mit solchen Fragen der Repräsentation auseinandersetzen und deutlich machen, dass ästhetische und kulturelle Bedeutung oft erst aus der Interpretation von Bildern heraus entsteht.
