16. September 2006 – 7. Januar 2007

TERESA MARGOLLES

127 cuerpos

teresa_margolles_2 Anlässlich der „Quadriennale 06“ zeigt die mexikanische Künstlerin Teresa Margolles (*1963 in Culiacán, Sinaloa/Mexiko) im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen ihre Einzelausstellung 127 cuerpos. Teresa Margolles vertritt eine der radikalsten und international meist diskutierten Positionen der zeitgenössischen Kunst. In ihren auf den ersten Blick zarten, poetischen Installationen präsentiert sie den Körper in stark abstrahierter Form und doch mit höchst realistischen Mitteln: Sie arbeitet mit menschlichen Spuren, wie dem Wasser von Leichenwaschungen, Blutspuren oder Fettablagerungen, die sie in schwerelos anmutende Arbeiten transformiert. Dabei füllt sie den Ausstellungsraum mit Überresten zahlreicher, oft anonymer Körper und ‚kontaminiert’ so seine neutrale, unschuldige Aura.

 

   

24. Juni – 27. August 2006

GUILLAUME LEBLON

leblon_installation_3 Die Arbeiten des französischen Künstlers Guillaume Leblon (*1971 in Lille, lebt in Paris) bestechen durch eine sublime und poetische Formensprache, die auf abstrakte Tendenzen der Moderne, Minimal- und Land Art verweisen, aber auch an Häusliches, Alltägliches denken lassen. Leblon ist an 'Verschiebungen' interessiert: Verschiebung im Sinne einer Übertragung von architektonisch-utopischen in freie, abstrakte und autonome Formen; er baut in meist einfachen Materialien wie Gips, Pappe, Holz, Leder und Kupfer begehbare Inszenierungen, die Spuren von Geschichte und Geschichten enthalten.

 

   

12. März - 11. Juni 2006

AMELIE VON WULFFEN

wulffen_installation_1 Die international renommierte Künstlerin (geb. 1966 in Breitenbrunn, Oberpfalz) zeigt ihre erste größere Einzelausstellung in Deutschland. Amelie von Wulffen ist vor allem durch ihre Collagen bekannt, in denen zentral montierte Fotos durch Malerei erweitert und abstrakt aufgelöst werden. Ganz konkrete biografische oder kunstgeschichtliche Motive verlängert die Malerin teilweise bis in den Ausstellungsraum hinein und überblendet so unterschiedliche Ebenen der Erfahrung: die der Künstlerin selbst und unsere eigenen, die der Betrachter.