Demnächst

Bisherige Veranstaltungen des Programms Junge Mitglieder:

Mit freundlicher Unterstützung der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf.

Lecture mit Suhail Malik: How is Contemporary Art Contemporary?

am Donnerstag, den 28. Januar 2016 um 19.30 Uhr

Suhail Malik ist Co-Direktor des MFA Fine Art Program am Goldsmiths College der University of London. Er ist Mitherausgeber des Bandes Realismus Materialismus Kunst (2015) im Merve Verlag sowie Autor des Anfang 2016 erscheinenden Buches On the Necessity of Art's Exit From Contemporary Art. Darin plädiert Malik für einen Ausstieg der Kunst aus dem in den vergangenen Dekaden umfassend erweiterten Betriebssystem der Gegenwartskunst.

 

Lecture mit Peter Osborne

am Samstag, den 30. Januar 2016 um 19.30 Uhr

Peter Osborne ist Professor für Moderne Europäische Philosophie an der Kingston University in London und Redakteur der Zeitschrift Radical Philosophy. In seinem 2013 erschienen Buch Anywhere or not at all: Philosophy of Contemporary Art unternimmt er ausgehend von der Annahme, dass Zeitgenossenschaft historisch wie auch im globalisiertem Jetzt stets weitestgehend eine, wenn auch sehr reale, Fiktion sei, den Versuch der Entwicklung einer Philosophie, die Gegenwartskunst in ihrer Uneinheitlichkeit zu fassen im Stande ist. Als maßgebende Voraussetzung für die zeitgenössische Kunst erkennt er ihre grundsätzliche Post-Konzeptualität.

 

Beide Vorträge finden in englischer Sprache statt.

Warm up-Party

am Dienstag, den 15. September, ab 19.00 Uhr in der Kunstakademie Düsseldorf

Projektion: Claus Föttinger, Musik: Max Mayer, Organisation: Lilli von Bodman, Christina Irrgang und Claus Föttinger, mit Beiträgen von: Hans-Jürgen Hafner und Katharina Sieverding

Vortrag von Hans-Christian Dany

Am Dienstag, den 12. Mai 2015 um 19.30 Uhr 

Die lange Zeit vergessene Wissenschaft der Kybernetik wird wiederentdeckt. Sie scheint der Vorfahre von dem, was sich seit einiger Zeit als Prognostik, Big Data, Selbstoptimierung oder Kontrollgesellschaft realisiert. Der Vortrag führt über das Glückspiel Roulette in die Kybernetik ein. Er fragt, ob in der Kybernetisierung eine Ursache für die Entschleunigung der westlichen Gesellschaften liegt, die sich nur noch als schnell behaupten. Er fragt darüber hinaus, ob in der Kunst, dem unkontrollierten Zufall oder einem veränderten Verhältnis zu nicht-menschlichen Seinsformen und Subjektivität, Potentiale einer erneuten Beschleunigung liegen. Die Möglichkeit einer Bewegung und Reise, die sich nicht auf ein Zurück in die vertraute Vergangenheit reduziert, aus der das Kommende als Variation immer wieder errechnet wird, sondern den Absprung in eine unbekannte Zukunft wagt.

Hans-Christian Dany lebt als Künstler und Autor in Hamburg. Von ihm erschienen zuletzt die Bücher: Speed. Eine Gesellschaft auf Droge (2008) und Morgen werde ich Idiot. Kybernetik und Kontrollgesellschaft (2013). Im Herbst 2015 erscheint Schneller als die Sonne. Den rasenden Stillstand in eine unbekannte Zukunft verlassen.  

Eintritt 3,- EUR. Für Mitglieder ist der Eintritt frei.

Vortrag von Dr. Daniela Stöppel: Abstraktion und Wegeführung. Verkehrszeichen, Farbleitsysteme und Piktogramme zwischen 1910 und 1950

Am Dienstag, den 28. April 2015 um 19:30 Uhr im Foyer des Kunstvereins (Einlass um 19.00 Uhr)

Während sich die Piktogramm-Systeme der 1970er Jahre, wie das von Otl Aicher für die Olympischen Spiele 1972, bis heute großer Popularität erfreuen, ist kaum bekannt, dass die Entwicklung visueller Farbleitkonzepte bereits auf die 1920er Jahre zurückgeht. Noch weniger bekannt ist, dass diese funktionellen Konzepte direkt auf den Prinzipien der abstrakten Kunst, wie sie von Mondrian, Malewitsch oder Kandinsky entwickelt wurden, aufbauen und nicht nur eine Funktionalisierung des Alltags, sondern auch dessen völlige ästhetische Überformung anstrebten. Der Vortrag zeigt diese Zusammenhänge nicht nur auf, sondern fragt auch nach der damit verbundenen problematischen Konstitution der ästhetischen Moderne.

Daniela Stöppel ist freie Kunsthistorikerin und Kuratorin am Kunstraum München. Von 2008 bis 2014 war sie wissenschaftliche Assistentin am Institut für Kunstgeschichte der LMU München. Ihre Dissertation „Visuelle Zeichensysteme der Avantgarde“ erschien 2014 im Silke Schreiber Verlag.

Eintritt 3,- EUR. Für Mitglieder ist der Eintritt frei.

Party der Jungen Mitglieder

Am Freitag, den 24. April, ab 22.00 Uhr in der Filmwerkstatt, Birkenstr. 47 -Im Hof- 40233 Düsseldorf

Die Jungen Mitglieder des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen laden ein zum Tanz. Neben den Mittwochstreffs, bei denen sie junge Düsseldorfer Künstler in ihren Ateliers besuchen, und neben den Vortragsabenden in den Räumlichkeiten des Kunstvereins, laden die Jungen Mitglieder erstmals ein zum Tanz: ein Abend - mit der Filmwerkstatt als Gastgeber - mit Musik, tollen DJs und bereichernden Gesprächen.

Eintritt: 4,- EUR. Für Mitglieder ist der Eintritt frei.

Mittwochtreff #5

am 18. März 2015, um 19.30 Uhr

mit Manuel Graf im Studio des Künstlers.

Betrachtung und Besprechung ausgesuchter Werke des Künstlers.

Vortrag von Bernd Stiegler: Visuelle Alphabetisierung. Das Photo-Buch in den 1920er Jahren und 1930er Jahren 

Am Dienstag, den 3. März 2015, um 19.30 Uhr

László Moholy-Nagy hat 1929 festgestellt, "daß in der zukunft nicht nur der schrift-, sondern auch der fotounkundige als analfabet gelten wird." Damit war das Programm einer photographischen Alphabetisierung ausgerufen. Die zahlreichen Photo-Bücher, die nun binnen kurzer Zeit auf den Markt kommen, sind ein Mittel diese umzusetzen, sind sie doch regelrechte Photo-Fibeln, die in ein neues Sehen einüben sollen. Wie dieses aussehen kann und soll, versuchen sie dann auszubuchstabieren. Die Regeln, die sie etablieren, prägen nachhaltig die Welt der Photographie. Der Vortrag versucht den historischen Kontext dieser photographischen Alphabetisierung zu rekonstruieren und stellt anhand zahlreicher Beispiele vor, welche Gestalt das photographische ABC haben soll.   

Eintritt 3,- EUR. Für Mitglieder ist der Eintritt frei. 

Mittwochtreff #4

am 3. Dezember 2014, um 19.30 Uhr

mit Stephan Machac im Studio for Artist Research, Ackerstraße 33.

Der Künstler Machac präsentiert uns die Ausstellung „NBDBKP – VOLUME ONE“ mit den Künstlern Barbara K. Prokop und Niels Betori Diehl (beide aus Berlin). Christina Irrgang im Gespräch mit den Künstlern.

Mittwochtreff #3

am 18. Oktober 2014, um 19.30 Uhr

mit Christine Moldrickx im Studio der Künstlerin.

Christine Moldrickx hat eine Ausstellung kuratiert mit Werken der Künstler Dietmar Lutz und Johannes Moldrickx. Diskussion über Ausstellung und eigene Arbeiten.

Fotos: Ausstellungssituation/Studio der Künstlerin. Malerei von Dietmar Lutz. Fotografien von Johannes Moldrickx.

Vortrag von Stefan Heidenreich: Vom Ende der Medien und der Kunst nach dem Netz

Am Montag, den 16. August 2014, um 19.30 Uhr

Vortrag im Rahmen der Ausstellung Yesterday Paradise. Stefan Heidenreich (*1965) lebt und arbeitet als Autor in Berlin und forscht am Center for Digital Culutre der Leuphana Universität Lüneburg.

Mittwochtreff #2

am 16. Juli 2014, um 19.30 Uhr

mit Giulia Bowinkel und Friedemann Banz im Studio der Künstler.

Betrachtung und Besprechung ausgesuchter Werke der Künstler.
Im Anschluss gemeinsames Sommerfest.

Mittwochtreff #1

am 16. April 2014, um 19.30 Uhr

mit Alexander Wissel im Bistro Agi (im Keller) Ackerstraße 5.

Der erste Mittwochstreff findet mit dem Künstler Alexander Wissel statt. Im Keller des Bistro Agi am Worringer Platz, wo Wissel den Single Club betrieb und Teile seines Films gedreht wurden. Alexander Wissel gibt Einblick in seine künstlerischen Arbeiten, mit anschließender Diskussion und Getränken an Agis Bar.

Business Art - Der Künstler als Unternehmer

Am Dienstag, den 7. Januar 2014 um 19:30 Uhr

Business art is the step that comes after art. I started as a commercial artist, and I want to finish as a business artist. [...] Being good in business is the most fascinating kind of art. During the hippie era people put down the idea of business - they’d say “Money is bad” and “Working is bad”, but making money is art, and working is art and good business is the best art.

aus: Andy Warhol, The Philosophy of Andy Warhol. From A to B and Back Again, 2007 (1975), S. 92

Die Kunstkritik vergleicht GegenwartskünstlerInnen gerne mit Architekten oder Designern. Trotzdem wird weder von einem Architekten noch von einem Designer erwartet, dass er seine Entwürfe selbst ausführt. Die Gegenüberstellung von Bildender Kunst mit den anderen Disziplinen rührt daher, dass einige zeitgenössische KünstlerInnen ähnliche Strategien anwenden. Sie holen sich Hilfe, um ihre Werke ausführen zu lassen. Die Nutzung solcher Dienstleister hat unterschiedliche Gründe: Eine größere Unabhängigkeit, die Möglichkeit umfangreichere Projekte zu realisieren oder einfach eine größere Nachfrage stillen zu können. Hinzu kommt, dass manche KünstlerInnen nicht das Handwerk beherrschen, um ihre Werke selbst auszuführen. Sie sind keine Experten mehr, sondern vielmehr Manager ihrer eigenen Kunstwerke.

Lavinia Neff, Preisträgerin des Junior Art Critics Awards, studierte Kunstwissenschaft an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und promovierte zum Thema "Business Art - Der Künstler als Geschäftsmann".

Einführung: Christina Irrgang 

Eintritt 3,- EUR. Für Mitglieder ist der Eintritt frei.