KASIA FUDAKOWSKI – Boiling Frogs

Eröffnung: Freitag, 2. März, 19.30 Uhr
Begrüßung: Georg Kulenkampff, Vorsitzender
Einführung: Eva Birkenstock, Direktorin

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Künstler_innenvortrag: Mittwoch 21. März, 18 Uhr
Mit Kasia Fudakowski

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Lange Nacht der Museen – Kurzführungen: Samstag, 14. April, 20 und 21.30 Uhr
Mit dem Team des Kunstvereins

Lange Nacht der Museen – Tuning Continuouslessness: Samstag, 14. April, 21 und 22 Uhr
Eine musikalische Reaktion von Marc Wilkins (Musiker, Berlin)

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Gespräch: Sonntag, 15. April, ab 15 Uhr
Mit Kasia Fudakowski und Habib William Kherbek (Sprachwissenschaftler und Autor, Berlin)

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Öffentliche Führungen mit dem Team des Kunstvereins: donnerstags, 17 Uhr



Kasia Fudakowski, The Martyrdom of Professor Sanchez, 2018.

Boiling Frogs – Künstler_innenvortrag mit Kasia Fudakowski

Mittwoch, 21. März 2018, 18 Uhr

Ausgehend von der eigenen Rolle als Künstlerin entwickelt Kasia Fudakowski (*1985 in London, lebt in Berlin) konzeptuelle Ausstellungsprojekte um Ungleichheiten, Stereotype und die Absurditäten gesellschaftlicher Normen mit selbstauferlegten Regelwerken und raumgreifenden Installationen, Performances und Videoarbeiten vor- und ad absurdum zu führen. Sei es mit dem Ausstellungszyklus Fraustellungen, der 2015 mit der selbstironischen Aufbauperformance Sexistinnen – Excercises in Self-Sabotage (Übungen in Selbstzerstörung) mit ihrer Galeristin auf der Art Basel seinen Abschluss fand. Oder mit Double Standards – A Sexhibition (2017), welche die Besucher_innen vor die Wahl stellte, eine von zwei Eingangstüren zu betreten: In Reaktion auf das Referendum in Großbritannien, bei dem Bürger_innen „Ja“ oder „Nein“ wählen mussten ohne ausführliche Informationen über die Konsequenzen ihrer Entscheidung zu erhalten, waren die Besucher_innen in Berlin aufgefordert, nur einen Teil der Ausstellung – den linken oder den rechten – zu sehen, ohne zu wissen, was sie jeweils erwartet. Der Vortrag bietet die einmalige Gelegenheit, die Arbeits- und Interessensfelder von Kasia Fudakowski näher kennenzulernen.
 
Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.
Eintritt 3 Euro. Für Mitglieder ist der Eintritt frei.

Lange Nacht der Museen

Samstag, 14. April 2018 von 19 - 2 Uhr


Anlässlich der Langen Nacht bieten wir Führungen sowie eine musikalische Reaktion auf die Ausstellung Kasia Fudakowski – Boiling Frogs an.

Lange Nacht der Museen – Führungen
am Samstag, 14. April 2018, um 20 und 21.30 Uhr
20 Uhr: Führung mit Eva Birkenstock, Direktorin
21:30 Uhr: Führung mit Gesa Hüwe, Kuratorische Assistenz

Lange Nacht der Museen – Tuning Continuouslessness
am Samstag, 14. April 2018 um 21 und 22 Uhr
Eine musikalische Reaktion von Marc Wilkins (Musiker, Berlin) im Ausstellungsraum.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass die Teilnahme an den Veranstaltungen am Samstag nur mit dem Lange-Nacht-der-Museen-Ticket möglich ist.

Boiling Frogs – Gespräch mit Kasia Fudakowski und Habib William Kherbek (Sprachwissenschaftler und Autor, Berlin)

Sonntag, 15. April 2018, 15 Uhr

Ein Gespräch zwischen Kasia Fudakowski und Habib William Kherbek über das Filmprojekt Word Count, das Teil der Ausstellung Boiling Frogs ist.

Word Count (seit 2016) beschreibt ein fiktives apokalyptisches Szenario, das in geloopten, slapstickartigen Filmfragmenten einen Zusammenhang zwischen der Ressourcenknappheit der Erde und dem Übermaß an Informationsaustausch aufwirft. In sich wiederholenden Szenen dürfen Menschen in Anlehnung an John Cages 4’33“ täglich nur 433 Worte sprechen. Während sich die Pärchen im Film zwanghaft bemühen mit begrenzten Worten auszukommen, verweigert sich der anarchische Professor der Anpassung und steht damit letztlich seinem eigenen Untergang gegenüber.

Habib William Kherbek ist ein in Berlin und London lebender Künstler und Schriftsteller. Er promovierte an der Universität London in Linguistik über den experimentellen Dichter John Ashbery (1927–2017). Kherbeks Texte erschienen bereits in einer Vielzahl an Publikationen in Europa und den USA: seine Romane Ecology of Secrets (2013) und Ultralife (2016) bei Arcadia Missa/London, seine Kritiken u. a. in Zeitschriften wie Art Agenda, Flash Art und Spike. Zu seinen aktuellsten Veröffentlichungen zählen Cartographical Interface aus dem Sammelband Intersubjectivity Volume 1 (2016, Sternberg Press) sowie sein Gedicht I’m Almost Back to Normal aus dem Band Night Shifter (2018, TLTR Press).

Die Veranstaltung findest in englischer Sprache statt.
Für Mitglieder ist der Eintritt frei.

KLASSENSPRACHEN

Eröffnung: Freitag, 10. November 2017, 19.30 Uhr

Begrüßung: Georg Kulenkampff, Vorsitzender
Einführung: Eva Birkenstock, Direktorin, mit Jenny Nachtigall und Kerstin Stakemeier


Debatte, Performance

Frank Engster, Sarah M. Harrison, Jenny Nachtigall, Kerstin Stakemeier, Linda Stupart
Samstag, 11. November 2017, ab 14 Uhr


Workshop

CAConrad – Mapping Dimension 27
Samstag, 18. und Sonntag, 19. November 2017, 12 - 16 Uhr


Debatte, Vorträge, Buchpräsentation

Danny Hayward, Marina Vishmidt, Bill Dietz, Kerstin Stakemeier, Gerry Bibby, Tanja Widmann
Samstag, 20. Januar 2018, ab 14 Uhr

 

 

KLASSENSPRACHEN

DEBATTE, PERFORMANCE

SAMSTAG, 11. NOVEMBER 2017, 14 - 18 Uhr

€ 5.- / € 3.- ermäßig / Mitglieder frei

14 Uhr: Einführung, EVA BIRKENSTOCK, JENNY NACHTIGALL, KERSTIN STAKEMEIER

14.30 Uhr: PROFANITÄT PERFORMEN UND ANDERE VULAGARITÄTEN, Präsentation / Lesung von SARAH M. HARRISON (English)

„'cause it's like
it's normally not, it's like
oh like...
I felt embarrassed 'cause when I was
five like...“

Sarah M. Harrison wird sich anhand unterschiedlicher Beispiele mit informeller gesprochener Sprache und ihrer Funktion als performativer Geste von Einschluss und Ausschluss befassen. Im Fokus steht dabei ihr Verhältnis zum Gebrauch von ‚profanen’, ‚anstößigen’ und ‚vulgären’ Redensarten und ihren „klassenspezifischen“ Kodierungen.

Sarah M. Harrison lebt als Autorin und Künstlerin in Berlin und kommt ursprünglich aus Sydney, Australien. Sie veröffentlichte die Novella All the Good Things (Arcadia Missa), die Gedichtsammlung Channels of Elimination (Publishing Puppies) and zahlreiche andere Texte. Sie ist Ko-Autorin der surrealistischen Sitcom Charisma, die im Dezember 2017 auf unterschiedlichen Plattformen zu sehen sein wird. Sarah hat u.a. im Museum of Contemporary Art in Sydney, HAU Berlin, Sandy Brown, LACA (LA) and Lisa Cooley (NYC) ausgestellt, gelesen und performt.

15.30 Uhr: DAS KONZEPT DER KLASSE, Vortrag FRANK ENGSTER

Frank Engster wird in seinem Vortrag zum „Konzept der Klasse“ die veränderliche Geschichte dieses Begriffs und dessen politischen Einsätzen nachvollziehen. Geprägt als sprachliches Medium der Emanzipation einer mit der kapitalistischen Produktion erst hergestellten gesellschaftlichen Gruppe, lief die affirmative Identifizierungen der Klasse und die kritische Feststellung ihrer notwendigen Auflösung schnell auseinander. Es sind diese Konflikte der Orthodoxien und Heterodoxien des Konzepts der Klasse, die Engster in seinem Vortrag bis in unsere Gegenwart hinein verfolgt.

Frank Engster hat 2014 Das Geld als Maß, Mittel und Methode. Das Rechnen mit der Identität der Zeit veröffentlicht sowie weitere Texte, die um den Zusammenhang von Maß, Geld und Zeit und um die Verschränkung von Erkenntnis- und Gesellschaftskritik kreisen. 2011-2012 war er Junior-Fellow am Postwachstumskolleg der Friedrich-Schiller-Universität Jena, danach wissenschaftlicher Mitarbeiter der Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin sowie Projektleiter für das Institut Solidarische Moderne e.V. und von Marx200.org.

16:30 Uhr: AFTER THE ICE, THE DELUGE, Performance LINDA STUPART (English)

In ihrer* Performance, die Teil ihres* Ausstellungsbeitrags ist, widmen sich Linda Stupart dem Queering von Wissenschaftssprache, der Beweislast von Objekten/Bildern sowie dem Verhältnis zwischen Körpern und Horror/dem Abjekten durch die Verknüpfung zweier divergenter Themen: dem Morgellons-Syndrom und dem Schmelzen der Polarkappen.

Linda Stupart (*Kapstadt) leben und arbeiten als Künstlerinnen* und Autorinnen* in London, wo sie auch lehren. Zu ihren aktuellen Einzelausstellungen zählen A Dead Writer Exists in Words and Language is a Type of Virus in der Galerie Arcadia Missa, London (2016), bei der sie* auch ihre Debutnovelle Virus (2016) veröffentlichten. Stupart zeigten/performten ihre* Arbeiten außerdem in Matt’s Gallery, The Showroom, a.m. gallery, the ICA und Guest Projects in London u.a. Siehe auch www.lindastupart.net

Die Veranstaltungen sind Teil des Ausstellungs-, Magazin- und Verstanstaltungsprojektes KLASSENSPRACHEN am Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, das bis zum 28. Januar 2018 im Kunstverein zu sehen ist, Eröffnung 10.11.2017, 19.30 Uhr. 

CACONRAD – MAPPING DIMENSION 27

Two days workshop in English

Saturday, November 18th, 12 am to 4 pm
Sunday, November 19th 2017, 12 am to 4 pm

€ 15.- / € 10.- reduced / members free

R.S.V.P. required at mail(at)kunstverein-duesseldorf.de

CAConrad will create a (Soma)tic Poetry Ritual for KLASSENSPRACHEN at Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen based on the work of Ian Wilson. For the two-day workshop he will use handmade maps to study the many aspects of our planet’s directional points. He will use these references to explore life and death, as the known and the unknown forces of our world and how these directional archetypes help and hinder our lives. This is a love letter to the Future Wilderness of our world. Read his (Soma)tic Manifesto at this link: http://bit.ly/2yYajhj

CAConrad is the author of nine books of poetry and essays; the latest While Standing in Line for Death (Wave Books, 2017), which includes the poems from Width of a Witch, and Mount Monadnock Transmissions (Sharking of the Birdcage) both published by Jason Dodge’s poetry press 500places. He has received fellowships from The Pew Foundation, Lannan Foundation, MadDowell Colony, Headlands Center fro the Arts, and Banff Centre for Arts and Creativity.

The workshop Mapping Dimension 27 of CAConrad takes place in the framework of Corpus, network for performance practice. Corpus is Bulegoa z/b (Bilbao, ES), Contemporary Art Centre (Vilnius, LT), If I Can’t Dance, I Don’t Want To Be Part Of Your Revolution (Amsterdam, NL), KW Institute for Contemporary Art (Berlin, DE), Playground (STUK Kunstencentrum & M-Museum, Leuven, BE), and Tate Modern (London, GB). Kunstverein Düsseldorf is an associate partner of Corpus. Corpus is co-funded by the Creative Europe Programme of the European Union.  www.corpus-network.org

The workshop is part of CLASS LANGUAGES – Exhibition, Magazine, Debate on view November 11th 2017 - January 28th 2018 at Kunstverein fuer die Rheinlande und Westfalen, opening, Friday, November 10th 2017, 7.30 pm. 

DEBATTE, VORTRÄGE, BUCHPRÄSENTATION, LESUNG

mit GERRY BIBBY, BILL DIETZ, DANNY HAYWARD, KARL HOLMQVIST, MARINA VISHMIDT, KERSTIN STAKEMEIER und TANJA WIDMANN.


Samstag, 20. Januar 2018, ab 14 Uhr

 

14 Uhr FÜHRUNG DES KURATORINNEN-TEAMS DURCH DIE AUSSTELLUNG (Deutsch)

 

15 Uhr BEGRÜßUNG / EINFÜHRUNG (Deutsch/ Englisch)




15.15 Uhr ÜBER ENTGRENZTER FORMALISMUS, BILL DIETZ im Gespräch mit KERSTIN STAKEMEIER (Deutsch)

In Entgrenzer Formalismus verfolgt Kerstin Stakemeier antimoderne Formen ästhetischer Praxis. Aus ihnen heraus entwirft sie eine Kunstgeschichte der Selbstabschaffung. Vom okkulten Symbolismus des späten 19.Jahrhunderts ausgehend, wird hier eine gegenwärtige Ästhetik vorgeschlagen, die ihr modernes Erbe verweigert, es degeneriert, es unsittlich werden lässt und seine Individualismen vergemeinschaftet. Eine Ästhetik die die Kunst als genuin antisozialen Einsatz gegen die Gegenwart vorschlägt. Im Buch kommentieren die in ihm diskutierten Künstler_innen immer wieder Stakemeiers Lesarten ihrer Praxis. Bill Dietz, selbst Autor und Komponist, wird sich mit ihr über die Implikationen und Folgen einer solchen Kunst der Selbstabschaffung unterhalten. Gemeinsam diskutieren sie die Konsequenzen einer solchen antisystemischen Ästhetik.

Bill Dietz ist ein Komponist und Autor der seit 2003 in Berlin lebt. Seit 2012 ist er Ko-Leiter für Musik/Sound im Bard College MFA Programm. Seine Arbeit zur Genealogie des Konzerts und der Performanz des Hörens hat ihn zu Festivals wie MaerzMusik und die Donaueschinger Musiktage gebracht, in Museen wie den Hamburger Bahnhof und Tate Modern und das Museo de Arte Contemporáneo de Oaxaca, und Veröffentlichungen wie das Performance Research Journal, boundary 2, und den 2014 Whitney Bienniale Katalog. 2015 kam Tutorial Diversions heraus, 2017 Lécole de la claque, eine Sammlung von Quellen und Essays zu Partituren von Chris Mann, MYSTI und Rachel O'Reilly. Kerstin Stakemeier (Berlin/Nürnberg) ist Teil von KLASSENSPRACHEN. Sie war (mit Nina Köller) Initiatorin des Hamburger Aktualisierungsraum (07/08), realisierte mit Manuela Ammer die Konferenz Aber Etwas Fehlt. Marxistische Kunstgeschichte zwischen Möglichkeit und Notwendigkeit am mumok, Wien (2015) und veröffentlichte u.a. Anthologien wie Painting – The Implicit Horizon (mit Avigail Moss, 2012). Sie ist Professorin für Kunsttheorie und Vermittlung an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. 2016 erschien Reproducing Autonomy (mit Marina Vishmidt, textem/mute). Entgrenzter Formalismus (b_books) ist ihre erste Monographie.

 


16.15 - 16.30 Uhr Pause




16.30 Uhr TAXONOMIEN DER SELBSTAUFLÖSUNG, Vortrag von MARINA VISHMIDT / DANNY HAYWARD (Englisch)

In ihrem Vortragen werden Danny Hayward und Marina Vishmidt Taxonomien der Selbstauflösung diskutieren, die sich quer durch das politische Spektrum ziehen, und entlang der Klassenunterschiede manifest werden – es geht um das gefühlte Begehren, das Subjekt und die kulturellen Repräsentationen seiner Begehren zu überwinden. Sie stellen die Frage, wie eine Sprache der proletarischen Selbst-Auflösung aussehen könnte, und wie diese Sprache proletarischer Selbst-Auflösung klingen könnte.

Danny Hayward lebt in London und schreibt poetische und politische Texte für Mute und andere Zusammenhänge. Sein jüngstes Gedicht über maskierte kopflose Hühner und was passiert wenn Faschisten eine Kunstgalerie nebenan eröffnen erscheint bei Shit Valley (2017). 2013 erschien People (Mountain Press), eine Sammlung von Essays, Gedichten und Drama. Marina Vishmidt ist Autorin. Sie lehrt im Culture Industry Fachbereich am Goldsmiths College, University of London und leitet ein Theorieseminar am Dutch Art Institute. Ihre Arbeit wurde u.a. in South Atlantic Quarterly, Ephemera, Afterall, Journal of Cultural Economy, Australian Feminist Studies, und Radical Philosophy publiziert, sowie in einer Reihe von Sammelbänden veröffentlicht. Sie ist Autorin von Reproducing Autonomy (mit Kerstin Stakemeier) (Mute, 2016), und schließt derzeit die Monographie Speculation as a Mode of Production (Brill, 2018) ab.

 


18 Uhr TELL ME ABOUT IT – BESCHREIBEN IN AUSWEGEN, GERRY BIBBY und TANJA WIDMANN im Gespräch (Englisch)

Die Werkbeschreibung, eine vermeintlich neutrale, standardisierte Textform, begegnet uns regelmäßig in Zusammenhang mit künstlerischen Arbeiten (in Wandtexten, Kritiken, Kunstvermittlungsaktivitäten). Zumeist wird sie als notwendiges Übel betrachtet, als Mittel zum Zweck oder lästige Vorarbeit für die „Kür“ der Meinungsbildung. Ins Positive gekehrt lässt sich allerdings auch behaupten, dass die Werkbeschreibung die Grundlage für jede Verständigung über Kunst schafft: Was sie „sieht“ oder ausblendet, wie sie gewichtet und ordnet, welche (Sprach- )Barrieren sie auftürmt oder aus dem Weg räumt, lenkt den Zugriff auf das Werk. In diesem offenen Format stellen Bibby und Widmann sich je ein Werk ihrer Wahl vor und diskutieren die ästhetischen, sozialen und persönlichen Funktion des Beschreibens als einem Prozess, in dem Reales und Fiktives, Eigenes oder Fremdes in neue, unerwartete Verbindungen treten kann.

Tanja Widmann Tanja Widmann arbeitet als Künstlerin und Autorin. Sie lehrt an der Universität für angewandte Kunst Wien. Widmanns Praxis der Installation fokussiert die Wechselwirkungen zwischen Sprache, Affekt und Subjektbildung und dem Kunstwerk als Ort ökonomischer und symbolischer Wertproduktion.Ihre Arbeiten wurden u.a. gezeigt bei Nous Moules, c/o Kunstbüro, Wien, Tomorrow today, Emanuel Layr, Wien, Destination Vienna, Kunsthalle, Wien, Unruhe der Form. Entwürfe des politischen Subjekts, Secession, Wien, eine von euch, Grazer Kunstverein, Graz, Badischer Kunstverein, Karlsruhe; Manifesta8, Murcia. 2016 initiierte sie mit Barbara Reisinger den Workshop Postapokalyptische Selbstreflexion an der Universität für angewandte Kunst, 2017 mit Tonio Kröner die Veranstaltungsreihe Postapokalyptischer Realismus am Museum Brandhorst in München. Zu ihren Publikationen zählen Tanja Widmann/Helmut Draxler (eds.): Ein kritischer Modus? Die Form der Theorie und der Inhalt der Kunst und das Künsterlinnenbuch Sich in diesem Sinne ähnlich machen Clever & Smart. Nr. 38. Gerry Bibby arbeitet an den Grenzen von Skulptur, Performance und Sprache und hat sich in den letzten Jahren verstärkt mit unterschiedlichsten Textformen befasst: von Erzählungen über wissenschaftliche Berichten zu Gebrauchsanweisungen und Gedichten. 2014 erschien sein Künstlerbuch The Drumhead (Sternberg Press). Bibbys Arbeit war zuletzt zu sehen bei Deborah Schamoni (München), Taylor Macklin (Zürich), Showroom (London), und in diversen Gruppenausstellungen u.a. Section Litteraire, Kunsthalle Bern; Swiss Institute Rome und bei der Biennale of Sydney’s Bureau of Writing, at Artspace, Sydney. Er ist einer der Redakteure des Künstler_innen Magazins Starship.

 

19 Uhr STAIRCASE MYSTERY, Lesung KARL HOLMQVIST (Englisch)

Karl Holmqvist widmet sich seit den frühen 1990ern anhand eines breiten Panoramas von Sprach- und Textformen – von Poesie, Lesungen, Installationen, Skulpturen bis zu Popmusik – den (un)kommunikativen und affektiven Eigenschaften und Operationen von Sprache in ihren analogen und digitalen Iterationen. Zu seinen zahlreichen Publikationen gehören u.a.: Hymn To Pan (Vinyl record, Apparent Extent, München 2011), Peep – Hole Sheet, Issue 8, Mailand 2011, WHAT ́S MY NAME, Book Works, London 2009. Aktuelle Einzelausstellungen umfassen #ESLOHNTSICH (Galerie Neu, Berlin, 2016), HERE’S GOOD LOOKING @U, KID (Gavin Brown’s Enterprise, New York, 2015), Rameau’s Nephews im Nasjionalmuseet Oslo (2014).

 

€ 5.- / € 3.- ermäßig / Mitglieder frei

Die Veranstaltungen sind Teil des Ausstellungs-, Magazin- und Verstanstaltungsprojektes KLASSENSPRACHEN am Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, das bis zum 4. Februar 2018 im Kunstverein zu sehen ist.

hobbypopMUSEUM

Die Übertragung

Katrin Mayer (Künstlerin) wird mit Eva Birkenstock(Direktorin für den Kunstverein der Rheinlande und Westfalen) Einblicke geben in ihr Kunstwerk für "Asymmetrische Architexturen".

Sonntag, 1. Oktober, 14 Uhr

Übertragung nach China zum Kunstwerk DIE BRÜCKE. Auf der Regenbogenbrücke wird eine Perle verschenkt

Sonntag, 8. Oktober, 14 Uhr 

Dialogführung durch die Ausstellung mit Katrin Mayer und Eva Birkenstock

Häutungen des Archivs (Kudo und die Nachkriegsmoderne)

Mittwoch, 20. September

17 Uhr im Kunstverein - Ilka Becker (Kunsthistorikerin) gibt Einblicke in ihren Beitrag für die Ausstellung "Asymmetrische Architexturen"

20 Uhr, Filmvorführungen in der Filmwerkstatt Düsseldorf (Birkenstrasse 47)

Monuments of Metamorphosis, 1969, 27 Min., Regie: Tetsumi Kudo und Yasuhiro Yoshioka

Your Portrait, 1967, 21 Min., Regie: Erik van Zuylen, mit u.a. Tetsumi Kudo, Marjon de Bree

 

Vortrag von Dr. Agnieszka Lulinska (Bundeskunsthalle Bonn) zur Ausstellung "Bestandsaufnahme Gurlitt" in der Bundeskunsthalle Bonn Donnerstag

14. September, 19 Uhr, Foyer Kunstverein

 

Rita McBride / Christoph Westermeier 

Jahrskript

 

Dialogführung mit Einblicken in das Werk von Peter Brüning

Dr. Marie-Luise Otten (Kunsthistorikerin, langjährige Kuratorin des "Nachlass Peter Brüning") und Lidiya Anastasova (kuratorische Assistenz am Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen)

Sonntag, 3. September, 14 Uhr

Szenische Lesung mit Thomas Warham und Raphael Westermeier

Dienstag, 5. September, 19 Uhr 

Der Vollständigkeit halber möchte ich Ihnen mitteilen, dass es nun auch in dem Büro des Kunstvereins durchregnet

Dialogführung durch die Ausstellung mit Gesa Hüwe und Inga Thiele

Sonntag, 6. August, 14 Uhr

 

In der Dialogführung „Der Vollständigkeit halber möchte ich Ihnen mitteilen, dass es nun auch in dem Büro des Kunstvereins durchregnet“ werden Gesa Hüwe und Inga Thiele, die als Archivarinnen intensiv an der Konzeption der Ausstellung mitgearbeitet haben, vertiefende Einblicke in ihre Recherchen zur unmittelbaren Nachkriegsgeschichte des Vereins, zu den Aktivitäten in der Ruine der alten Kunsthalle und der Rolle des damaligen Direktor Hildebrand Gurlitt im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau der Kunsthalle geben.

Für Mitglieder ist der Eintritt frei.

 

Massive personelle Bauwerke. Friedrich Tamms und der Düsseldorfer Architektenstreit

Impulsbeiträge und Gespräch mit Christina Irrgang, Arne Schmitt und Dr. Ewald Rathke

mit anschließendem Konzert von BAR

Donnerstag, 31. August ab 19 Uhr, Foyer Kunstverein

Donnerstag, 31. August ab 21.30 Uhr, Konzert, Salon des Amateurs 

 

Christina Irrgang (Kunst- und Medienwissenschaftlerin, freie Autorin und Musikerin) wird ausgehend von ihrem Vitrinenbeitrag in der Ausstellung „Kreuzungspunkt: Friedrich Tamms“  über ihre Herangehensweise an die Thematik und ihre multimediale Auseinandersetzung mit Tamms’ Rolle im städte- und kulturpolitischen Kontext Düsseldorfs um 1967 berichten.

 

Arne Schmitt (Künstler, Autor) referiert in seinem Impulsbeitrag “Bewegliche politische Strukturen, massive personelle Bauwerke” zum Thema Architektur des 20. Jahrhunderts im Nachkriegsdeutschland und erweitert dadurch seine visuelle Arbeit in der Ausstellung, in deren Zentrum die konfliktreiche Entwurfs- und Bauphase des Kunsthallengebäudes steht.

 

Dr. Ewald Rathke spielte gemeinsam mit Karl-Heinz Hering (von 1955 bis 1986 Direktor des Kunstvereins) eine signifikante Rolle im Düsseldorfer Kunstgeschehen während der Zeit der Neupositionierung des Kunstvereins. Gemeinsam initiierten sie wichtige Überblicksausstellungen, wie etwa 1958 die umstrittene erste „Dada“-Retrospektive in Europa mit insgesamt 530 Kunstwerken und Dokumenten sowie umfangreiche monographische Ausstellungen u. a. mit Ernst Ludwig Kirchner, Ernst Wilhelm Nay und Sam Francis. Im Gespräch mit Christina Irrgang und Arne Schmitt wird er als Zeuge der Zeit über die kulturpolitischen Geschehnisse in Düsseldorf um den Kunstverein berichten.

 

Die Band (am Rhein) BAR (Christina Irrgang und Lucas Croon) hat ausgehend von Friedrich Tamms’ Schriften, Aufsätzen, Vorträgen und Tagebucheinträgen zwei Sound-Arbeiten entwickelt, die in der Ausstellung zu hören sind, und darüber hinaus inspiriert von der Thematik, einen weiteren Song geschrieben, der im Rahmen des Auftritts im Salon des Amateurs präsentiert wird. 

Für Mitglieder ist die Teilnahme an den Impulsbeiträgen und dem Gespräch im Kunstverein frei.

Eintritt Konzert (Salon des Amateurs): 5 € 

Eröffnung

Asymmetrische Architexturen

Lektüren zur Nachkriegsgeschichte des Kunstvereins 

Roy Arden, Ilka Becker, Peter Brüning, Robert Burghardt, Natalie Czech, Henning Fehr & Philipp Rühr, Christina Irrgang, HobbypopMUSEUM, Aglaia Konrad, Sarah Kürten, David Lamelas, Katrin Mayer, Rita McBride / Christoph Westermeier, Vanessa Joan Müller, Marie-Luise Otten, Hedda Schattanik / Roman Szczesny, Mark von Schlegell, Arne Schmitt, Studio For Propositional Cinema, Sarah Szczesny, Alexander Jasch / Rita Kersting / Jens Ullrich, Jan Wagner, Alex Wissel et al. 

Freitag, 7. Juli 2017, 19.30 Uhr

 

Delicate Instruments of Engagement

Performative Aktion

Von Alexandra Pirici
Mit Paul Dunca, Paula Gherghe, Farid Fairuz, Maria Mora, Cristian Nanculescu

Samstag, 24. Juni, 14-18 Uhr
Sonntag, 25. Juni, 11-14 Uhr 15-18 Uhr 
Donnerstag, 29. Juni, 16-20 Uhr
Freitag, 30. Juni, 16-20 Uhr
Samstag, 01. Juli, 11-14 Uhr 15-18 Uhr

Karten sind an der Tageskasse (am Tag der Veranstaltung) in der Kunsthalle / im Kunstverein zum Preis von 6 Euro / 3 Euro erhältlich. Kinder / Jugendliche bis 18 Jahre frei.

Finale Führung durch die Ausstellung

Sonntag, 18. Juni 2017, 14 Uhr 

Teilnahme für Mitglieder frei.

ACHTUNG: Die Sonntagsführung am 4. Juni wird auf den Sonntag, 18. Juni, 14 Uhr verlegt. 

Gestures of the Political 

Claire Bishop im Gespräch mit Alexandra Pirici

Montag, 5. Juni 2017, 19 Uhr 


Künstlervortrag

Johannes Paul Raether

Dienstag, 16. Mai 2017, 20.30 Uhr

Performance

Johannes Paul Raether

Samstag, 27. Mai 2017, 16 Uhr

Stars and Tribes - Ein kollaborativer Vortrag. Daniel Falb (Dichter & Geophilosoph, Berlin) & Alicia Frankovich

Donnerstag, 23. März 2017, 19 Uhr

Twins & Lovers - Performance von Alicia Frankovich 

am Samstag, 25. März um 21 Uhr

Young Girl Reading Group 140 - Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė

am Sonntag, 26. März um 15 Uhr

Am Sonntag, den 26. März 2017 lädt die YGRG um 15 Uhr zur Teilnahme an ihrer Lesegruppe in den Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf ein. Gelesen wird ein Kapitel aus Paul B. Preciados Text Gender, Sexuality, and the Biopolitics of Architecture: From the Secret Museum to Playboy (2013).

Twins & Lovers - Performance von Alicia Frankovich

am Freitag, 7. April um 21.30 Uhr

Katalogpräsentation und Gespräch mit Dietmar Lutz und Kathleen Rahn (Direktorin Kunstverein Hannover)

am Sonntag, den 4. September um 15.00 Uhr im Foyer des Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf

Anlässlich der Veröffentlichung des nunmehr zweiten monografisch-übergreifenden Buches zur Arbeit von Dietmar Lutz möchten wir Sie herzlich zur Katalogpräsentation und zu einem Gespräch zwischen dem Künstler und der Direktorin des Kunstverein Hannover Kathleen Rahn einladen.

Sie werden Hintergrundinformationen zur Entwicklung und Produktion des Katalogs erhalten, der anlässlich der Gruppenausstellung »Mental Diary« (6. Juni –23. August 2015) im Kunstverein Hannover entstand und gemeinsam mit dem Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf herausgegeben wurde. Der Katalog, der durch die großzügige Unterstützung der Stiftung Zukunft NRW realisiert werden konnte, enthält ein Interview von Catherine Wood (Kuratorin für Performance, Tate Modern) mit dem Künstler sowie Essays von Ute Stuffer (Kuratorin, Kunstverein Hannover) und Prof. Dr. Robert Fleck (Kunstakademie Düsseldorf).

„In seinen Gemälden und malerischen Arbeiten erschließt Dietmar Lutz die Bildfläche als Raum des Piktoralen und hält diesen gegen seine Wahrnehmung von Welt und Wirklichkeit. Er lädt uns dabei in einen Kosmos des Privaten ein, schließt vor unseren und für unsere Augen regelrecht das „Privatsein“ auf. Zugleich demonstriert er einen durch die präzise Beobachtung des Lebens wie am Bildgedächtnis der Kunst- und spezifisch der Malereigeschichte gleichermaßen geprägten Blick.“ Aus dem Vorwort von Kathleen Rahn und Hans-Jürgen Hafner

 

 

egal von Sarah Kürten

am Dienstag, 22. November um 19 Uhr

Im Rahmen der Ausstellung IN ADVANCE OF A SHIPWRECK: findet die Aufführung von egal, einem neuen Stück von Sarah Kürten, statt.

Vortrag von Saim Demircan

am Dienstag, 13. Dezember um 19 Uhr

Kurator und Kunstkritiker Saim Demircan wird über das Studio for Propositional Cinema und den Kanadischen Konzeptualismus der 60er und 80er Jahre sprechen. Der Vortrag ist in Englisch.

Eintritt 3 Euro. Für Mitglieder ist der Eintritt frei.

Paul Sharits: Prescription and Collapsed Temporality von Tony Conrad

am Dienstag, 6. Dezember um 19 Uhr

Im Rahmen der Ausstellung IN ADVANCE OF A SHIPWRECK: findet die Aufführung von Paul Sharits: Prescription and Collapsed Temporality von Tony Conrad statt. Betätigt von Phillip Schulze.

Vortrag / Lesung von Aaron Peck

am Sonntag, 8. Januar 2017 um 18 Uhr

Der kanadische Schriftsteller Aaron Peck präsentiert im Rahmen einer Lesung EXCEPT PERHAPS A CONSTELLATION: The Temporal Poetics of The Studio For Propositional Cinema.

Aaron Peck ist der Autor des 2008 erschienenen Buches The Bewilderments of Bernard Willis. Außerdem schrieb er 2010 Letters to the Pacific, ein in Zusammenarbeit mit Adam Harrison und Dominic Osterried entstandenes Kunstbuch. Zuletzt erschien 2015 die kritische Monographie Jeff Wall: North & West. 2012 nahm Aaron Peck als “writer-in-residence“ an der Kunstausstellung Documenta 13 in Kassel teil. Als Kunstkritiker wirkte er bei den Kunstmagazinen Artforum und Canadian Art mit und schrieb Katalogtexte über Künstler wie Jeff Wall, Corin Sworn und Wie-li-Yeh. Zudem hielt er Vorträge in zahlreichen Kunsteinrichtungen, wie Serpentine Galleries, Dia:Beacon, Julia Stoschek Collection und Western Front. Momentan arbeitet Aaron Peck als Dozent an der Emily Carr University of Art + Design in Vancouver, BC, wo er 2011 mit dem Ian Wallace Award for Teaching Excellence ausgezeichnet wurde.

Der Eintritt ist frei.